| Künstler: | George Tjungurrayi | | Region: | Kiwirrkura, Western Australia | | | | Medium: | Acryl auf Leinen | | Größe: | 122 x 122 cm | | Jahr: | 2008 | | | Dieses Gemälde bezieht sich auf die Lehmpfannenstätte, die als Mamultjulkulnga bekannt ist und sich im Westen von Wilkinkarra (Lake Mackay) befindet. Mamultjulkulnga ist von großer Bedeutung für den Künstler, da sein Vater bei dieser Stätte verstarb. Nach Regenfällen wird aus dieser Lehmpfanne ein großer flacher Süßwassersee, der ideale Bedingungen bietet für das üppige Wachstum des kleinen sukkulenten Halbstrauches Tecticornia verrucosa (in Pintupi mungilypa). In der Traumzeit campten zwei Tingari Männer der Tjungurrayi und der Tjapaltjarri Verwandtschaftsgruppen bei dieser Stätte und pflückten mungilypa. Die Samen dieser Pflanze werden zu einem Teig gerieben, der dann in den Kohlen gebacken wird, wobei eine Art ungesäuertes Brot entsteht. Die Männer stellten dort auch Speere her, die sie gen Osten und Westen warfen. Die Speere flogen geradeaus und drehten dann in Richtung Norden und Süden ab, was in dem Gemälde durch die Richtung der Linien dargestellt wird. Da Vorgänge, die mit dem Tingari Zyklus verbunden sind, geheim sind, wurden hierzu keine weiteren Einzelheiten genannt. Allgemein sind die Tingari eine Gruppe von Schöpferwesen aus der Traumzeit, die weite Strecken durch das Land reiste, dabei Rituale ausführte und besondere Stätten schuf und gestaltete. Den Tingari Männern folgten die Tingari Frauen und sie wurden von Novizen begleitet. Ihre Reisen und Abenteuer werden in Liederzyklen bewahrt. Diese Geschichten der Vorfahren bilden einen Teil dessen, was der heutigen Jugend nach der Initiation gelehrt wird und liefern zugleich Erklärungen für die gegenwärtigen Bräuche.
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