Das Gemälde Majardi Jukurrpa (Haarschnurrock Dreaming) erzählt die Geschichte eines wichtigen Elements in vielen Warlpiri Zeremonien. Majardi ist ein Haarschnurgürtel oder –rock, den karnta (Frauen) bei zeremoniellen Tänzen (yawulyu) tragen. Die Haare werden zuerst auf dem Oberschenkel durch reibende Bewegungen zu einer Schnur gerollt, dann um einen Spindelstab gedreht und zu einem Gürtel oder Rock weiterverarbeitet. In der Traumzeit lebten die Vorfahren der Napangardi und Napanangka Frauen in Mina Mina, weit westlich von Yuendumu. Als sie gen Osten reisten, sammelten sie ngalyipi (Schlangenwein, Tinospora smilacina), eine Pflanze, aus der Gurte und Seile für verschiedene Zwecke hergestellt werden. Insbesondere werden aus Schlangenwein Tragegurte für parraja (Nahrungsbehältnisse) gemacht und er als Mittel gegen Kopfschmerzen verwendet, indem man ihn um die Stirn bindet. In zeitgenössischen Warlpiri Gemälden werden Elemente der traditionellen Ikonographie dazu verwendet, die Schöpfungsgeschichte (Jukurrpa) und damit verbundene Stätten darzustellen. In Gemälden dieser Jukurrpa werden die mulju (Sumpflöcher), die von den Frauen auf ihrer Reise besucht werden, gewöhnlich als Kreise dargestellt. Napangardi und Napanangka Frauen sind die kirda (Hüter) des Landes und der Haarschnurzeremonien sowie der Zeremonien für das Mina Mina Gebiet.
Das Gemälde steht unter besonderem Schutz. Jegliche Form der Abbildung, auch von Teilen, erfordert die Genehmigung des Künstlers, bei deren Beschaffung wir gerne behilflich sind.