Galerie ARTKELCH - contemporary aboriginal art
 
 
 

NARPUTTA NANGALA - Lebensdaten

Narputta ist eine der berühmtesten Künstlerinnen von Ikuntji (Haasts Bluff). Narputta wurde ungefähr 1933 in Kaarkurutinytja (Gegend um den Lake Mac Donald) geboren. Als sie noch ein sehr kleines Kind war, war ihre Familie aufgrund der zunehmenden Härten im Nomadenleben gezwungen, von Kaarkurutinytja durch die westliche Wüste zu der Missionsgemeinde Haasts Bluff zu wandern. Ihr Vater Tjalakunya ging zurück in den Busch und lies seine Familie mit gesicherter Nahrung auf der Mission zurück.

Mit ihrem Bruder, Riley Major, wurde sie nach Jay Creek zur Schule geschickt, wonach sie nach Haasts Bluff zurückkehrte. Manchmal reiste sie zwischen Haasts Bluff und Jay Creek hin und her und hütete Ziegen oder sammelte Dingo Skalps zum Handeln. Nach einiger Zeit nahm sie einen Job als Koch in der Gemeinde an, wo sie die Mahlzeiten für die Viehtreiber, die von der Arbeit zurückkamen, zubereitete. Sie heiratete bald darauf den obersten Viehtreiber, Timmy Jugadai Tjungurrayi, und nahm seither eine wichtigere Rolle innerhalb der Gemeinde ein.

Narputta assistierte beim Malen ihrem Mann, Timmy Tjungurrayi Jugadai, der Mitte der 70er Jahre und mit Unterbrechungen bis in die 80er Jahre für Papunya Tula malte. Auch ihre Brüder Riley Major und George Tjangala hatten lange Verbindungen mit Papunya Tula.

Narputta begann 1992, ihre eigenen Geschichten auf Leinwände zu malen, als das Ikuntji Frauenzentrum unter der Führung von Marina Strocchi eröffnet wurde. Somit gehört sie zu den ersten Frauen, die die Ikuntji Kunstbewegung in Gang gesetzt haben. Ihre ersten Arbeiten zeigen noch den Einfluss ihres Mannes in der feinen Tupfarbeit, der typisch für den Papunya Stil ist.

Über die Jahre hat sich ein eigener Stil entwickelt, nicht nur in der Schwierigkeit ihrer Kompositionen sondern auch, indem sie figurative Elemente hinzunahm. Wie viele in ihrer Familie hat Narputta das cookardie (Goanna oder Echsen) Dreaming, das in vielen ihrer frühen Arbeiten zu sehen ist.

Narputta malt nun oft ihres Vaters und Großvaters Land, Kaarkurutinytja, in der Nähe des Lake Mac Donald. Ihr Blick auf diesen heiligen Ort ist erfüllt von einer kraftvollen, erdverbundenen Leidenschaft und die Malerei ist ihre innerste Art, sich um ihr Land zu kümmern und ihre Pflichten ihm und den Ahnenwesen gegenüber zu erfüllen.

Narputta hat gleich mit Beginn ihrer Künstlerkarriere große Aufmerksamkeit erzielt und mittlerweile diverse Preise gewonnen. Sie stellte vielfach international aus und ist in vielen nationalen und internationalen Sammlungen vertreten.

   


nach oben