«  Zurück


Maria-Josette Orsto Japajapunga: Purrukapali and Bima


Details

  • Nr.:RKS1373
  • Medium:Natürliche Erdpigmente auf Eisenholz
  • Größe: 59 cm
  • Jahr:2018
  • Region:Tiwi Islands
  • Kunstzentrum:Munupi Arts

Purrukapali war der einzige Sohn von Mudungkala. Jeden Tag zog seine Frau Bima los, um Essen für ihn zu sammeln, begleitet von ihrem Jungen Jinani. Im selben Camp lebte ein unverheirateter Mann, Japara, der Bima einmal davon überzeugte, ihr Kind im Schatten eines Baumes zurückzulassen und mit ihm in den Wald zu gehen. Eines heißen Tages vernachlässigte Bima ihren Sohn zu lange, so dass er in der Hitze des Tages starb. Als er vom Tod seines Kindes hörte, wurde Purrukapali so wütend, dass er seiner Frau ein Wurfholz auf den Kopf schlug und sie in den Wald jagte. Um dem schmerzgeplagten Vater zu helfen, versprach Japara, das tote Kind innerhalb von drei Tagen wieder zum Leben zu erwecken, aber Purrukapali war untröstlich, so dass die zwei Männer sich in einen tödlichen Kampf verstrickten. Purrukapali hob den toten Körper seines Sohnes auf, und während er mit ihm rückwärts ins Meer ging, verfügte er, dass der Tod die ganze Welt überziehen solle. Da sein Sohn gestorben war, sollte die gesamte Schöpfung sterben und, einmal tot, niemals wieder ins Leben zurückkehren. Bis zu dieser Zeit hatte es den Tod nicht gegeben. An der Ostküste von Melville Island, wo Purrukapali starb, entstand ein Strudel, der so stark war, dass jeder ertrank, der ihm in einem Kanu nahe kam. Als Japara sah, was passiert war, verwandelte er sich in den Mond. Aber er entkam nicht dem Erlass von Purrukapali, denn obwohl er bis in alle Ewigkeit wiedererscheint, muss er jeden Monat für drei Tage sterben. Im Gesicht des Mondmanns kann man die Wunden sehen, die er vom Kampf mit Purrukapali davongetragen hat. Bima, die immer noch Narben auf ihrem Kopf hat, wurde zu Wayai, dem Brachvogel, der nachts immer noch durch den Wald streift und reuig ihre Untaten und den Verlust ihres Kindes beklagt.

Skulpturen aus Holz passen sich unterschiedlichen Raumtemperaturen an. Kleine Haarrisse sind bei diesen Arbeiten daher nichts Ungewöhnliches.
Das Kunstwerk steht unter besonderem Schutz. Jegliche Form der Abbildung, auch von Teilen, erfordert die Genehmigung des Künstlers, bei deren Beschaffung wir gerne behilflich sind.