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Rex Warrimou (Sabïo): The Ömie Creation Story


Détail

  • No.:RK1605
  • Technique:Pigments naturels sur tissue d´écorce
  • Taille:88 × 119 cm
  • Année:2017
  • Région:Papua-Neuguinea
  • Centre d'Art:Ömie Artists

Die Schöpfungsgeschichte der Ömie [1]

Am Anbeginn der Zeit lebte Uhöeggö’e, die Eidechse, in einem Süßwassersee [2]. Uhöeggö’e streifte seine Haut ab und wurde ein Mann und die Welt wurde dunkel. Uhöeggö’e sah, wie sich Sonne, Mond und Sterne im Wasser spiegelten, aber sie leuchteten nicht am Firmament. Uhöeggö’e war unglücklich, weil er in Dunkelheit lebte, und sagte sich: "Ich will Helligkeit!" Darauf teilte sich das Wasser in der Mitte des Sees. Eine Hälfte blieb Wasser, wurde aber auch Licht. Also sagte Uhöeggö’e: "Aber ich brauche Dunkelheit!", und die andere Hälfte wurde dunkel.

Die Wellen des Wassers, die bei der Schöpfung von Licht und Dunkelheit entstanden waren, erschufen ein Land mit Namen Mount Ömie. Mount Ömie gebar die Berge A’oji [3], Madorajo’amoho [4], Uruj’e [5] und Guamo [6]. Das Land wuchs und breitete sich vom ursprünglichen Berg Ömie [7] aus, wie die Wurzeln und der Stamm eines Baumes, und die anderen Berge wuchsen wie Äste. Die vielen Berge wurden als ein großer Berg geformt namens Huvaimo [8]. Huvaimo ist massiv, er steht wie ein Körper, und seine vielen Berge sind wie Körperglieder – ein linker und ein rechter Arm. Der linke Arm ist stark, aber der rechte ist lang und erstreckt sich schützend um den heiligen ersten Berg, Mount Ömie, in seinem Herzen. Uhöeggö’e trat mit einem Bein an den Rand seines Sees und sah, dass dort Land war.

Uhöeggö’e saß am Seeufer [9] und erschuf alles aus seinem Wasser – Bäume, Pflanzen, Tiere, Insekten, Vögel, den Wind und die Stürme, Steine, das Feuer sowie Obst und Gemüse als Nahrung. Er sah, dass die Welt, die er erschaffen hatte, sehr schön war; aber da war niemand, der sich um sie kümmern konnte.

Uhöeggö’e schaute zu, wie das Seewasser versuchte, Menschen zu erschaffen. Aber es machte viele Fehler – diese Wesen sahen nicht wie echte Menschen aus. Uhöeggö’e sah sein eigenes Spiegelbild im Wasser und sagte sich: "Ich werde einen Menschen nach meinem Ebenbild erschaffen." Er zeichnete sein eigenes Abbild auf den Boden und half mit seinen Händen dem Wasser, Mina [10] zu formen, den ersten Menschen. Uhöeggö’e sagte: "Du wirst nun ein Mann." Dann zeichnete er Suja [11], die erste Frau, auf den Boden, half dem Wasser, sie zu formen, und sagte: "Du wirst nun eine Frau." Mina war vollkommen erschaffen, aber bei Suja fehlte die Vagina. Bei der Erschaffung von Mina und Suja unterliefen dem Wasser viele Fehler, und so entstanden einige ungenaue Entwürfe. [12] Uhöeggö’e entsorgte die mangelhaften Menschenentwürfe an der Mündung des Guvunna River, der vom Mount Huvaimo herabfließt.

Der erste Berg Ömie war heilig und musste heilig bleiben; also schickte Uhöeggö’e Mina und Suja an den Mount Obo, um dort zu leben. Dort befand sich alles, was erschaffen worden war, und alles, was die beiden brauchten. Sie lebten zusammen als Mann und Frau in ihrem Haus auf dem Gipfel von Mount Obo. Beide waren nackt, und Mina sah, dass er einen Penis hatte. Ihm war nach Sex mit Suja, also spielte er mit ihren Hüften, aber da sie keine Vagina hatte, erschuf er eine. Er lief zum Nia’i River [13], hob einen scharfkantigen Stein auf und nahm ihn mit auf den Berg.

Mina bat Suja, sich hinzulegen, und machte einen kleinen Schnitt zwischen ihren Beinen. Er sah, dass das so entstandene Loch in Suja blutete, also wies er sie an, sich mit gespreizten Beinen ans Feuer zu setzen, um das Blut zu trocknen. Die Hitze trocknete das Blut zu einer Kruste. Suja hatte auch eine Schwellung, daher sammelte Mina heilkräftige Blätter von Bäumen wie ihan’e, manasuhan’e, rororohan’e und omohan’e (Buschbambus). Er kochte die Blätter in Wasser und legte sie auf Sujas Wunde, um sie zu wärmen und zu heilen. Die Blutkruste heilte etwas besser, also machte Mina sie ab und wickelte sie in manasuhan’e-Blätter. Er hängte das Bündel Blätter mit der Kruste darin über das Feuer an die Decke, die aus Sagopalmblättern bestand. Während die Hitze des Feuers die Kruste trocknete, heilte Sujas Wunde aus und ihre Vagina war vollendet. Dann hatte Mina Sex mit Suja und stellte fest, dass das Spaß machte. Er fühlte sich glücklich und war stolz auf sich, hob seine Hand, schlug sich auf die Brust und rief: "Kanori kinori! Nasi overoh awoho’é jev’e! / Ich habe mit meinen eigenen Händen die Vagina einer Frau erschaffen, und jetzt fühle ich mich gut!"

Mina und Suja hatten weiterhin Sex, aber nach ein paar Monaten bekam Suja ihre erste Periode. Mina wies sie an, am Fuße des Mount Obo eine kleine Hütte [14] zu bauen, in der sie während der Menstruation leben sollte. Sie sammelte Feuerholz und genug Nahrung für die Zeit ihrer Periode. Während Suja in der Hütte wohnte, rief Mina ihr zu: "Wenn deine Monatsperiode vorbei ist, schäle die Rinde des sih’e-Baumes ab und mache aus dem Rindenstoff einen Rock." Am Uhojo River schnitt sie aus einem sih’e-Baum die innere Rinde heraus und wusch sie im Wasser. Sie klopfte sie mit einem Steinhammer [15] fest und schuf daraus den ersten ungefärbten sihi’nioge (Rindenstoff). Wenn sie nicht ihre Periode hatte, würde sie dieses Rindentuch tragen. Und wenn sie ihre Periode hatte, würde sie ein graues Rindentuch (sihoti’e nioge) tragen, das sie mit Lehm und Schlamm färbte. Die Sonne ging unter, also kehrte Suja zu ihrem Mann auf den Gipfel des Mount Obo zurück. Als es dunkel wurde, hatten sie keinen Sex und schliefen in getrennten Betten. Als die Sonne am nächsten Tag aufging, arbeiteten sie zusammen im Garten und machten alles gemeinsam.

Suja wurde bald am Mount Obo von Mina schwanger. Als sie ihre Wehen bekam, wies Mina sie an, in die Menstruationshütte zu gehen und dort zu gebären. Sie brachte einen Sohn namens Bibido zur Welt und blieb in der Hütte, bis dem Baby die Nabelschnur abfiel. Sie wusch Bibido im Fluss und kehrte dann zu ihrem Mann zurück.

Baby Bibido wuchs schnell. Daher beschlossen Mina und Suja, ins Flachland Tohirumo am Fuß von Mount Obo zu ziehen. Sie wollten dort gijemwé-Früchte [16] sammeln, also nahmen sie Bibido mit in den Busch. Suja hackte einen Ast vom gohatwé-Baum und hängte ihr Baby in einem bilum (geflochtene Tragetasche) daran. Mina und Suja sammelten Früchte auf den gegenüberliegenden Seiten des großen gijemwé-Baumes. Seine Wurzeln waren groß und standen hoch auf dem Boden ab. Suja war näher am Baum, an dem Bibido hing.

Während sie Früchte sammelten, weinte und weinte Bibido, weil in der sugsug-Pflanze eine Geistmutter wohnte. Sie lebte dort, weil es ein gutes Versteck zwischen den langen Blättern war. Die Geistmutter hatte ihr eigenes Geistbaby. Sie ging zu Bibido, nahm ihn aus dem bilum heraus und legte ihr eigenes Geistbaby hinein.

Das Geistbaby weinte genauso wie Bibido. Es schrie so viel, dass Mina dachte, die Kehle seines Sohnes könne durchbrechen; also bat er Suja nachzusehen, warum Bibido schrie. Sie ging zum bilum, nahm das Geistbaby heraus, ohne es weiter zu beachten, und legte es an ihre Brust. Sie spürte, wie es sie in die Brust biss, und erkannte dann das Geistbaby. Sie rief Mina zu: "Mina, komm her und schau dir das an! Dieses Baby ist nicht unser Sohn Bibido!" Sie waren sehr verzweifelt, also packte Mina das Geistbaby an den Knöcheln und schlug es gegen die Wurzeln des gijemwé-Baumes. Das Geistbaby starb, und sie ließen es dort zurück.

Mina und Suja machten sich auf die Suche nach ihrem Sohn Bibido. Sie suchten überall, konnten ihn aber nicht finden. Als Bibido von der Geistmutter gestohlen wurde, zog er einen kleinen hola’e-Baum aus dem Boden, außerdem die Schalen von ein paar Busch-Schnecken [17], woraus er einen Speer machen konnte. Die Schnitzreste ließ er auf dem Boden liegen. Mina und Suja fanden sie und wollten nicht glauben, dass ihr Sohn einen Speer herstellen konnte. Sie glaubten, Bibido müsse zu einem Teenager herangewachsen sein. Die Geistmutter nahm Bibido mit zum Mehïno River am Fuß von Mount Obo. Mina und Suja folgten ihren Fußabdrücken, um ihren Sohn zu finden. Am Mehïno River fand Bibido eine Schwarze Palme und formte einen zweiten Speer, den er mit den Samenkapseln des gijemwé-Baumes schliff. Wann immer er – außer Sicht der Geistmutter – die Gelegenheit dazu hatte, fertigte er seine Speere an.

Die Geistmutter nahm Bibido den ganzen Weg nach Mahula [18] mit und weiter ins Land des benachbarten Samwejé-Stammes [19]. Mina und Suja folgten den Spuren nur bis Mahula, wo sie dem dort lebenden Geist eine Nachricht mitgaben: Er solle die Samwejé auffordern, Mina und Suja darüber zu informieren, wenn ihr Sohn Bibido auf ihrem Land gesehen wird. Die beiden kehrten dann zum Mount Obo zurück. Dort angekommen, erhielten sie eine Botschaft der Samwejé, dass Bibido auf ihrem Land in Sicherheit lebe. Er lebe in einem riesigen marové-Feigenbaum im Dorf Umajeje [20]. Mit einem bo’e (Buschseil) flocht er eine Netzstruktur in den hohen Ästen des Baumes. Viele Tiere kamen, um die Feigen zu essen, daher war es Bibido ein Leichtes, sie mit dem Speer zu jagen. Er hatte einen stabilen Speer aus dem Holz der Schwarzen Palme, mit scharfen Spitzen an beiden Enden. Mit dem einen Ende spießte er Vögel und andere kleine Tiere in den Ästen auf, mit dem anderen jagte er wilde Tiere, die wegen des Fallobstes unter dem Baum herkamen. In den Baumwipfeln spürte er mit dem Speer Kuskus und Baumkänguruhs auf. Und wenn sich ein Vogel dem Baum näherte, spießte er ihn in der Luft mit dem Speer auf und sagte: "Mein Name ist Bibido! Ich bin derjenige, der dich speert!" Indem er das sagte, traf er immer erfolgreich den Vogel, den er anvisierte. Wenn Bibido am Boden Schweine oder Kasuare sah, schleuderte er seinen Speer nach ihnen und sagte: "Ich bin Bibido! Ich bin derjenige, der dich speert!" Und er verfehlte seine Beute nie.

Eine alte Samwejé-Frau lebte mit ihrer Tochter Uroro im Dorf Umajeje. Die Einwohner machten Uroros Mutter darauf aufmerksam, dass Uroro in der Pubertät und daher im richtigen Alter sei, um ins guai [21] zu gehen, ein Erdloch, in dem sie bis zu ihrer sexuellen Reife leben und sich ihren Tatauierungs-Initiationsriten (ujawé [22]) unterziehen solle, bevor sie heiraten würde. Uroros Mutter stimmte zu. Es lag in ihrer Verantwortung, Uroro mit Essen zu versorgen, während sie im guai lebte, aber die alte Frau kämpfte, weil sie keinen Ehemann hatte, der ihr bei der Jagd helfen konnte. Die alte Samwejé-Mutter folgte dem Geruch von verfaulendem Fleisch und gelangte zu Bibidos marové-Baum. Dort fand sie Schweine, Kasuare [23] und viele andere Nahrungsmittel. Bibido half ihr dabei, ihre Tochter Uroro mit Essen zu versorgen, während die im guai lebte.

Nachdem Uroro ihre Tatauierungs-Initiation im guai hinter sich hatte, gab es im Dorf ein großes rituelles Festmahl [24], um ihre Volljährigkeit zu feiern. Eine Einladung wurde an Mina und Suja zu Mount Obo geschickt, dass auch sie daran teilnehmen mögen. Also reisten sie zum Dorf Umajeje. Als sie ankamen, kam Uroro aus dem guai, und dann gab es ein prachtvolles Mahl für sie. Bibido nahm auch teil, und Mina und Suja waren glücklich, ihren Sohn zum ersten Mal wiederzusehen, nachdem sie getrennt worden waren. Die alte Samwejé-Mutter äußerte Mina und Suja gegenüber den Wunsch, dass ihre Tochter Uroro ihren Sohn Bibido heiraten möge, und sie stimmten zu. Am folgenden Tag wurden Bibido und Uroro verheiratet.

Mina, Suja, Bibido und Uroro kehrten zum Mount Obo zurück. Sie reisten in einer Reihe hintereinander über flaches Land, mit Mina an der Spitze, dann Bibido und Uroro, und Suja als Nachhut. Sie kamen zu einem kleinen Bach, Suwaro [25], und als sie ihn überquerten, verschwanden Bibido und Uroro einfach. Suja dachte, Bibido sei bei Mina. Mina drehte sich um, sah, dass Bibido weg war, und fragte Suja, wo er sei. Sie waren erschrocken, dass Bibido und Uroro verschwunden waren, und begannen nach ihnen zu suchen. Sie suchten überall, konnten sie aber nicht finden und kehrten zum Mount Obo zurück.

Ein paar Tage später wachten Mina und Suja von Vogelgezwitscher auf und entschieden, mit ihren zwei Hunden am Mount Ömie jagen zu gehen. Sie kamen am Berg auf eine Lichtung, wo keine Zweige oder Steine auf dem Boden lagen. Keine Vögel waren zu hören, es war sehr friedlich. Mina sagte zu Suja, das sei ein schöner, sauberer Platz, um einander zu lieben. Suja sagte, dass der Ort heilig sei und sie hier keinen Sex haben könnten. Mina unterstellte Suja, dass sie ihn mit einem anderen Mann betrüge und die Affäre vor ihm geheim halte. Mina dachte, das sei der wahre Grund, warum Suja nicht mit ihm schlafen wollte. Er sagte: "Ich will jetzt mit dir Sex haben!" Suja sah Minas erigierten Penis und sagte ihm, er könne mit ihr machen, was er wolle. Als die beiden an dem heiligen Ort miteinander schliefen, begannen dunkle Wolken Mount Ömie zu umhüllen, und es fing zu regnen an. Suja sagte zu Mina, dass sie ihn gewarnt habe, nicht an diesem Platz miteinander zu schlafen: "Siehst du, jetzt sind wir in Schwierigkeiten!" Dann erschien ein Regenbogen, die Sonne kam ein bisschen heraus, und der Himmel war in roten Dunst getränkt. Die dunkle Wolke umgab Mount Ömie vollständig, und der Berg begann, darin höher und höher emporzuragen. Er wurde so hoch, und die Täler wurden so tief, dass es für Mina und Suja keinen Ausweg mehr gab. Sie saßen auf Mount Ömie fest, und die dunkle Wolke verschwand.

Mina und Suja suchten einen Pfad, auf dem sie vom Berg herunterkamen, fanden aber keinen. Daher webte Mina aus einer gvohe-Ranke ein sehr starkes bilum. Er setzte einen der Hunde rein, um dessen Körper zu schützen, und ließ ihn dann langsam von Mount Ömie herunter. Der Hund landete an den Hängen von Mount Oroto’om, schwang zurück und fiel auf den Gipfel von Mount Muné’aynu. Der war rutschig, so dass der Hund in die Höhle Savodobehi [26] neben dem Wasserfall am Ïdo-Fluss am Fuß von Mount Ömie rutschte und dort verschwand. Mina und Suja konnten das alles sehen. Sie webten ein weiteres starkes bilum und ließen den zweiten Hund den Berg herab, aber das Gleiche passierte wieder. Dann setzte Mina Suja in ein starkes bilum und ließ sie hinab, aber auch sie prallte von Mount Oroto’om zu Mount Muné’aynu ab und rutschte in die Savodobehi-Höhle. Schließlich webte Mina ein starkes bilum für sich selbst und rollte Mount Ömie hinunter. Auf halbem Wege rief er "Wirro wirro", den Namen eines roten Vogels. Dann prallte auch er von Mount Oroto’om zum Mount Muné’aynu ab und rutschte in die Höhle. Mina, Suja und ihre zwei Hunde blieben dort und lebten fortan in der Savodobehi-Höhle [27].

Anmerkungen zur Schöpfungsgeschichte der Ömie:

[1] © Rex Warrimou (Sabïo); mündlich übersetzt von Raphael Bujava und Didymus Bojugo; transkribiert von Brennan King in Savodobehi und Port Moresby, 2009–2015.

[2] Dieser Süßwassersee liegt genau dort, wo Mount Ömie steht – aber zu einem Zeitpunkt, als dieser noch nicht existierte.

[3] A’oji bedeutet "mit Menschen".

[4] Madorajo’amoho bedeutet "wahre Heimat". Mount Madorajo’amoho ist der vulkanische Gipfel von Mount Huvaimo.

[5] Uruj’e bedeutet "Ernte".

[6] Guamo bedeutet "Loch".

[7] Mount Ömie ist auch als Mount Guvago bekannt. Das Wort 'Ömie' entstammt den Ömie-Wörtern "ömeh" und "ömi’eh", was "erschaffen" bedeutet. Der Berg heißt Ömie, weil es der erste Berg ist, der erschaffen wurde.

[8] Huvaimo bedeutet "erschaffend". Huvaimo ist der ursprüngliche Ömie-Name für den größeren Vulkan Mount Lamington.

[9] Dieser See befindet sich dort, wo jetzt Mount Ömie steht.

[10] Der Name Mina bedeutet "Ich bin das Fleisch der Tiere", von mi (Tier) und na (ich). Mina war der erste große Jäger und der erste Mensch, der ein Tier wegen seines Fleisches am Mount Obo tötete. Er aß das Fleisch nicht, sondern benutzte es wie Holz, um ein Feuer zu schüren.

[11] Der Name Suja bedeutet "Ich weiß nicht". Suja, die erste Frau, war sehr verwirrt, da sie nicht wusste, wie die Dinge in ihrer seltsamen neuen Welt funktionierten.

[12] Die folgende Information wird in der Schöpfungsgeschichte nicht beschrieben, sollte hier aber vermittelt werden. Das Meer wurde geformt, als der Nachbarstamm der Ömie, die Orokaivans, zum Mount Ömie kam und den See aufbrach. Das Wasser floss den Berg hinab, um Flüsse zu erschaffen und das Meer zu bilden.

[13] Der Nia’i-Fluss fließt von Mt. Obo hinab.

[14] Die Menstruationshütte der Ömie wird ivi’ino’ovétové oder auch jé’o jarwé genannt. Sie ist ein einfacher Bau aus Astgabeln, die Dachbalken tragen, welche mit den Blättern der Buschbanane bedeckt sind.

[15] In der Sprache der Ömie nennt man diesen Steinhammer kivaroi.

[16] Gijemwé ist die gleiche Frucht, aus der Ömie-Männer und -Frauen Rasseln und Knöchelrasseln fertigen. Die Pflanze wird auch sujobibajo-Baum genannt.

[17] In der Sprache der Ömie nennt man die Schalen dieser Buschschnecken vaigu dere.

[18] Mahula ist ein Ort, der dem Dorf Anahobehi bei Gora im Ömie-Gebiet am nächsten ist.

[19] Das Samwejé-Land ist Teil des Managalasi-Gebiets.

[20] Das Dorf Umajeje befindet sich auf Samwejé-Land im Managalasi-Gebiet.

[21] Das guai war ein tiefes, rechteckig gegrabenes Loch im Boden, in dem heranwachsende Jungen und Mädchen bis zu ihrer sexuellen Reife lebten. Die Löcher waren mit gespaltenen Blättern der Schwarzen Palme und Erde bedeckt, damit niemand herausfand, dass die jungen Erwachsenen dort waren. Es gab kleine Türen, durch welche die Eltern ihren Kindern Essen reichen konnten, damit sie kräftig heranwuchsen. Innen war das Loch in individuelle Räume unterteilt, mit ausreichend Platz, um herumlaufen zu können. Jungen und Mädchen durften einander nicht berühren, während sie im guai lebten, da ihre Körper sonst nicht wachsen und abmagern würden.

[22] Wenn die Jungen und Mädchen, die im guai lebten, ihre sexuelle Reife erreichten und somit Männer und Frauen wurden, gingen die Ältesten zu ihnen, um sie für ihre ujawé-Initiation zu tätowieren. Die Körper der Männer wurden mit vinohu’e (Design des Bauchnabels), taigu taigu’e, mododai diburi’e, sabu deje / sabu ahe (Punkte der Holzmade), obohutaigue und odunaigö’e (Dschungel-Rebe) tätowiert. Die Gesichter der Frauen wurden mit jo’o sor’e (sich entfaltende Farnwedel) und taigu taigu’e tätowiert.

[23] Zwergkasuar (Casuarius bennetti).

[24] In der Sprache der Ömie wird dieses zeremonielle Fest ujavu soroi genannt.

[25] Der Suwaro Creek fließt durch das Ömie-Gebiet.

[26] Savodobehi lässt sich übersetzen als "Ort, an dem sich der Eingang zum Loch befindet". Das Ömie-Wort für "Loch" ist "savojé". Der Dorfname "Savodobehi" leitet sich vom Namen dieser Höhle ab.

[27] Mit ihrem brennenden Schwanz schürte die Schlange Utibuno Feuer unter dem Huvaimo, indem sie Tunnel grub. Utibuno lebt neben der Savodobehi-Höhle am Mount Ömie.


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