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10.06.2011: ERÖFFNUNG PC WESTERN APY LANDS (FREIBURG)


KÜNSTLER ERÖFFNEN AUSSTELLUNG IN FREIBURG

Am vergangenen Pfingstwochenende öffnete die Pro Community Ausstellung mit Kunst aus den Western APY Lands nach einem großartigen Abschluss im Kunstwerk in Eberdingen-Nussdorf nun auch in Freiburg ihre Pforten.

So konnten am Freitag Abend geladene Gäste und Kunden bei einem Barbecue auf dem Vorplatz der Galerie erste Kontakte zu den australischen Künstlern knüpfen und sich in äußerst entspannter Atmosphäre kennen lernen. Gesprächsstoff waren natürlich in erster Linie die ausgestellten Werke, über die die Künstler selbst oder aber ihre Art Centre Manager gerne Auskunft gegeben haben.
Bei diesem Anlass überreichten Robyn und Matthias Kelch zudem schwarzwaldtypische Gastgeschenke, die allseits viel Heiterkeit hervorriefen: Strohschuhe für die Künstler, Wetterhäuschen und knallbunte Kuckucksuhren für die Kunstzentren. Besonders das Rufen des Kuckucks sorgte bei Yaritji, Molly, Ginger und Keith für großes Vergnügen.

Auch am Samstag bei der Vernissage nutzten zahlreiche Besucher die einmalige Gelegenheit, mit den Schöpfern der ausgestellten Werke ins Gespräch zu kommen, sie lauschten den Erläuterungen und den Geschichten über die Bilder und beobachteten gebannt die beiden Zeremonien.

Yaritji Connelly und Ginger Wikilyiri nahmen dazu draußen vor der Galerie Platz und begannen mit ihren Gesängen. Die Zuschauer scharten sich im Halbkreis um sie und warteten gespannt auf Keith Stevens, der, am Körper mit rituellen Zeichen bemalt, die "Bühne" betrat und eine kleine Sequenz der Piltati-Zeremonie zeigte, bei der der Geist der Wasserschlange von Piltati (ein Felsloch und auch heilige Stätte) besungen wird. Molly Miller verstreute danach während ihrer Ninu-Zeremonie kleine, weiße Papierschnipsel, die die Witchetty-Maden, eine wichtige Buschnahrung, darstellten. Das Verstreuen steht sinnbildlich für das Teilen der Nahrung unter den Familienmitgliedern.
Trotz der Kürze der Szenen zeigten sich alle Besucher sehr beeindruckt von der Tiefe und der zu spürenden starken Verbundenheit der Aborigines zu ihrer Kultur. Zu dieser gehören mittlerweile auch christliche Elemente: zum Dank an die freundliche und offene Aufnahme in Deutschland und gleichzeitig zum Abschied sangen die vier Künstler ein christliches Kirchenlied auf Pitjantjatjara. Alle Anwesenden bildeten einen Kreis und waren nun keine bloßen Beobachter mehr, sondern selbst Teil einer zutiefst spirituellen Zeremonie. Dies war der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung, der einige Besucher stark be- und gerührt hinterließ.

Das Zusammentreffen mit den Künstlern hat für viele deren Kunst verständlicher gemacht, ihren Zugang erleichtert und die Betrachtung der Bilder vom rein ästhetischen Erleben abgelöst und die Schicht dahinter wahrnehmbar gemacht.
Wie auch aus den Gästebucheinträgen abzulesen ist, war dieses Zusammentreffen eine Bereicherung für alle, die offen für diese Begegnung waren.

Unsere Gäste sind mittlerweile wieder zurück in Australien, im Gepäck jede Menge Souvenirs und Erinnerungen an diese denkwürdige Reise nach Deutschland.
Auch wir schauen zurück auf zehn wirklich spannende, aufregende und lehrreiche Tage mit den Künstlern Ginger Wikilyiri, Keith Stevens, Molly Miller und Yaritji Connelly und ihren Art Centre Managern Claire Eltringham, Amanda Dent und Brian Hallett.
Im Namen aller Beteiligten und Gäste unserer Veranstaltungen möchten wir uns ganz herzlich dafür bedanken, dass uns diese Einblicke in die Kultur der Aborigines gewährt wurden und wir an ihren Gesängen und Zeremonien teilhaben durften.

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

Pressestimmen: