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13.09.2014: ERÖFFNUNG ÖMIE ARTISTS (FREIBURG)


FASZINATION FÜR EIN UNBEKANNTES MEDIUM

Nicht ohne eine gewisse Nervosität wurde der Eröffnung der Ausstellung Ömie Artists - Zeitgenössische Tapa-Kunst aus Papua-Neuguinea entgegengeblickt, da ARTKELCH mit diesen Werken altbekanntes Terrain verlassen und um ein gänzlich neues Gebiet erweitert hat.

Doch die Gäste des Eröffnungswochenendes zeigten sich derart fasziniert von der Beschaffenheit der Werke, den Motiven und den Geschichten der Ömie, dass alle Anspannung unbegründet war. Vorallem das Medium - Rinden(bast)stoff oder Barkcloth, mancherorts auch Tapa genannt - der Exponate rief das Interesse der Besucher hervor. Der Wunsch diese zu berühren, sie nicht nur mit den Augen, sondern auch haptisch erfassen zu können, war immens groß, da Rindenbasten für die meisten etwas völlig Unbekanntes war. Dabei ist es ein sehr altes Medium, das sich in vielen Kulturen finden lässt und gerade in Ozeanien weit verbreitet ist. Allerdings ist es bislang nur den Ömie Artists gelungen, den Schritt von traditioneller Handwerkskunst in den Fine Art-Bereich zu vollziehen.
Eine große Bewunderung rief auch das Zusammenspiel des Mediums mit der Kunst hervor. Die Ömie haben hierfür einen Ausspruch: "The cloth it knows", der Stoff bestimmt also das spätere Kunstwerk; der Künstler lässt sich von der Beschaffenheit und dem Aussehen des zu bearbeitenden Rindenbaststückes leiten, reagiert auf dieses. Denn seit den Anfängen der Schöpfung steht der Rindenstoff für Weisheit.

Die große Resonanz hier in Freiburg freut uns sehr, auch das geradezu begeisterte Echo in der Badischen Zeitung.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 11. Oktober geöffnet und es können mehrere kleine Filmchen angesehen werden, in denen zum Beispiel die in der Ausstellung vertretene Künstlerin Dapeni Jovenari beim Bemalen eines Tapa oder das Ernten der Rinde gezeigt wird. (sk)

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

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