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Tjunkaya Tapaya: Marlu (Kangaroo) with black features


Details

  • No.:RKS1324
  • Medium:Spinifex Grass, Raffia, Yarn
  • Size:80 × 73 cm
  • Year:2016
  • Region:APY Lands (East)
  • Art Centre:Ernabella Arts

Tjunkaya Tapaya ist eine seniore angesehene Flechterin in Pukatja (Ernabella), South Australia. Tjunkaya macht schöne, kräftige Skulpturen. Diese eindrucksvolle Skulptur eines Marlu (Känguru) zeigt Tjunkayas immenses Wissen über den Charakter und die Nuancen der Tiere, die ihre Heimat in der Wüste umgeben. Dieses Stück offenbart ihren einzigartigen Blick für Formen und wurde mit großer Sorgfalt gearbeitet. Marlu sind wegen ihres Fleisches äußerst begehrt und viel Anerkennung geht an den erfolgreichen Jäger, der seiner Familie ein Känguru von seiner Jagd mitbringt.

Tjanpi als Kunstform entwickelte sich aus einer Vielzahl von Korbflecht-Workshops heraus, die in abgelegenen Gemeinden in der Western Desert vom Ngaanyatjarra Pitjantjatjara Yankunyiatjara Women’s Council 1995 durchgeführt wurden. Die ersten Skulpturen aus Gras entstanden, als Kantjupayi Beson aus Papulankutja einem Korb einen Griff zufügte und ein pannikin (Metallbecher) aus Gras herstellte, dem ein Set Campinggeschirr und ein paar Hunde folgten.

Anangu Frauen aus der Central und Western Desert arbeiten seit sehr langer Zeit mit Naturfasern, um Dinge wie wipiya tjina (Buschsandalen), yakutja (Beutel), mawulyarri (Haarschnurröcke) und manguri (Haarbänder) für den Alltag und den zeremoniellen Gebrauch herzustellen. Heute wird dem eine zeitgenössische Komponente beigefügt, indem die Frauen Körbe, Gefäße und eine Reihe lebendiger Skulpuren aus Wüstengras herstellen, das mit Garn, Wolle oder Bast zusammengebunden wird und in denen oft Federn, Samen und gefundenes Material eingearbeitet wird.


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